Großer Andrang bei der Führung durch das Naturschutzgebiet Schechinger Weiher

Vor kurzem bot die Gemeinde Schechingen gemeinsam mit dem Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis eine Führung durch das Naturschutzgebiet Schechinger Weiher an. Über 50 Interessierte folgten der Einladung und erfuhren viel Wissenswertes über dieses besondere Biotop zwischen Schechingen und Obergröningen.

Bürgermeister Stefan Jenninger begrüßte die Anwesenden und ging kurz auf die Geschichte des im Jahr 1999 eingerichteten Naturschutzgebiets ein. Dieses wurde, an der Stelle eines im Jahr 1803 von französischen Soldaten zerstörten früheren Weihers, vom Land Baden-Württemberg durch Errichtung eines Damms wiederangelegt. Er sprach zudem das Ärgernis an, dass immer wieder Hundehalter verbotswidrig ihre Vierbeiner in das Naturschutzgebiet laufen lassen.Ralf Worm vom Landschaftserhaltungsverband berichtete von der Entstehungsgeschichte und der Flora und Fauna des rund 12,7 ha großen Gebietes. Das naturnahe Sekundärbiotop beherbergt neben der Weiherfauna und Flora auch großflächig geschützte artenreiche Blumenwiesen, die von Landwirten aus der Umgebung gepflegt werden. Mit zahlreichen Fragen und Beiträgen nahm die Exkursionsgruppe regen Anteil an den erläuterten Themen.Armin Dammenmiller vom NABU Schwäbisch Gmünd unterstrich die besondere Bedeutung des Gebiets als Rastgebiet für Durchzügler wie auch als Lebensraum und Brutgebiet. In der Vergangenheit wurden hier schon besondere Arten in größerer Zahl beobachtet, so z. B. sechs Zwergtaucher-Paare, eine Art der Roten Liste. Aufgrund des zunehmenden Bewuchses des Gebiets nahm die Vogelvielfalt in den vergangenen Jahren ab. Daher seien es besonders wichtig, die vom Landschaftserhaltungsverband bereits begonnenen Pflegemaßnahmen – mit dem Rückschnitt der Vegetation rund um den Weiher – konsequent fortzusetzen.Abschließend legte die Gruppe noch einen kleinen Fußmarsch bis zum Sulzbach, östlich der Kreisstraße 3261 nach Hohenstadt zurück. In diesem Gebiet hat sich vor wenigen Jahren eine Biberfamilie angesiedelt. Detlef Kolb, Biberbeauftragter für das Gebiet, erläuterte die Lebensweise und das Verhalten der Tiere. Entlang des Flusslaufes waren neuerrichtete Dämme schön zu sehen. Auch die Spuren zur Nahrungsaufnahme ins nahegelegene Maisfeld waren gut nachvollziehbar. Nach über zwei Stunden bedankte sich Bürgermeister Jenninger bei der von der Führung sichtlich beeindruckte Exkursionsgruppe.

Großer Andrang bei der Führung durch das Naturschutzgebiet Schechinger Weiher