Schechingen als „Gigabitkommune@BW“ ausgezeichnet

Der stv. Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl MdL hat am 20. April 2026 erstmals insgesamt 33 baden-württembergische Kommunen mit dem Gigabit-Award „Gigabitkommune@BW“ ausgezeichnet. Seit Freitag, 9. Oktober 2026 darf sich auch die Gemeinde Schechingen als „Gigabitkommune@BW“ bezeichnen.
Die Gemeinde Schechingen verfügt über eine Gigabitquote von über 94 Prozent und befindet sich somit auf der Zielgeraden zur flächendeckenden Versorgung. Diesen wichtigen Meilenstein gilt es zu würdigen.
Der Bürgermeister Stefan Jenninger freute sich über die Auszeichnung:
„Eine flächendeckende Breitbandversorgung ist ein wichtiger Standortfaktor, besonders für ländliche Gemeinden. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Glasfaserausbaus in Schechingen gehören wir auf diesem Gebiet nun zu den führenden Kommunen der Region.“
„Leistungsfähige digitale Netze sind heute Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stärke, eine moderne Verwaltung und gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land. Die heute ausgezeichneten Kommunen haben den Schritt zu ihrer flächendeckenden Versorgung mit Gigabitnetzen vollzogen. Das bedeutet: Der letzte Kilometer ist gegangen, die weißen Flecken sind nahezu verschwunden. Solche Ergebnisse entstehen nur, wenn viele Zahnräder ineinandergreifen. Denn der Gigabitausbau ist eine Gemeinschaftsleistung – von Gemeinden, Städten, Landkreisen, Zweckverbänden und Telekommunikationsunternehmen, von Bund und Land. Die Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ ist eine wertschätzende Anerkennung für die Kommunen, die besonders schnell sind, die in Sachen Breitbandversorgung Avantgarde sind – und zugleich ein Signal an alle anderen: Der Breitbandausbau in jeder Kommune ist machbar“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl MdL.

Gigabitausbau ist Gemeinschaftsleistung
Die Erfolge der Gigabitkommunen sind das Ergebnis einer gemeinsamen Kraftanstrengung und zeigen, was durch entschlossene Planung und enge Zusammenarbeit möglich ist.
Das Land begleitet die Kommunen dabei mit Beratung, Koordination und Förderangeboten. Seit 2016 hat das Land 3,53 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Bundeszuschüssen ergibt sich ein Gesamtbetrag von mehr als sieben Milliarden Euro für den baden-württembergischen Breitbandausbau. Bis heute hat das Land so mehr als 3.700 Projekte gefördert, durch die rund 580.000 Adresspunkte erschlossen werden.
Die Gigabitverfügbarkeit liegt in Baden-Württemberg bei derzeit 76,63 Prozent und hat sich seit Mitte 2016 von 1,4 Prozent um mehr als 75 Prozentpunkte gesteigert. Vor allem der Glasfaseranteil steigt weiter stark an: 29,77 Prozent aller Haushalte haben bereits einen Glasfaseranschluss. Derzeit befinden sich zudem eine Vielzahl von Breitbandprojekten im Land in der Planungs- und Umsetzungsphase, die die Gigabit- und insbesondere die Glasfaserquote in der Fläche stetig weiter verbessern.

Die Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“
Die Landesregierung verfolgt das Ziel, leistungsfähige Netze im ganzen Land zu etablieren. Mit der Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ würdigt das Digitalisierungsministerium den schnellen Fortschritt beim Ausbau leistungsfähiger Glasfaser- und gigabitfähiger Netze in Baden-Württemberg. Kommunen mit mindestens 90 Prozent Gigabitverfügbarkeit dürfen die Bezeichnung „Gigabitkommune@BW“ führen. Kommunen mit mindestens 97,9 Prozent erhalten zusätzlich eine physische Auszeichnung.
Die Auswahl der ausgezeichneten Kommunen basiert auf den im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten. Im Nachgang der Veranstaltung stellt das Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk beim Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen den ausgezeichneten Kommunen ein digitales Medienpaket für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Damit können die Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen vor Ort über den erreichten Ausbaustand informieren und für den weiteren Ausbau werben.